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Muttertag im Reener Ländle

3. Mai 2026
Muttertag

(Sächsisch Regen, Rumänien)

Der Muttertag hat im immer noch mehrheitlich deutschsprachigen Reener Ländle im Osten Rumäniens eine besondere Bedeutung. Er wird mit einem grossen Maifest verbunden. Die Erwachsenen, vor allem aber die Kinder, kommen fein herausgeputzt und adrett, in der traditionellen Kleidung gekleidet, am Morgen in die Kirche. Der sonntägliche Gottesdienst wird denn auch vor allem durch die Kinder gestaltet. Der Kinderchor bereitet sich sorgfältig auf diesen grossen Tag vor. Mit Inbrunst tragen sie ihre Lieder und Gedichte vor. Pfarrer Johann Zey führt durch das Programm. Im Jahr 2025 hielt der heute in Gränichen wohnende, pensionierte Pfarrer Klaus W. Neugeboren eine tiefsinnige Predigt. Er lebte und arbeitete während Jahren in der Region und wird immer wieder mit Freuden empfangen. Die Menschen dort nehmen seine Worte hungrig auf. Er bringt ihnen Hilfe und Hoffnung und macht ihnen Mut, denn das Leben im Reener Ländle ist nicht einfach. Er kommt auch materiell nicht mit leeren Händen. Oft sind Auto und Anhänger voll beladen mit Hilfsgütern aus der Schweiz, insbesondere auch Medikamenten, die heiss begehrt sind. Alters- und Pflegeheime, aber auch Kinderinstitutionen liegen dem Pfarrer dabei besonders am Herzen, und er nutzt seine weitreichenden Beziehungen, um dort zu lindern, wo die Not am grössten ist. Dafür setzt er seine ganze Kraft ein.

Ein Umzug durch Sächsisch Regen

Nach der Predigt und den Ansprachen versammelt sich die Kirchgemeinde zu einem wohl fast kilometerlangen Umzug durchs Städtchen Richtung Ziegenwäldchen, allen voran die Musikgesellschaft (in den abgelegten Uniformen aus Schönenwerd, die Klaus W. Neugeboren vor ein paar Jahren spenden konnte). Danach folgen die Honoratioren, die Pfarrherren, der Bürgermeister und allfällige Ehrengäste. Auf der Wiese im Ziegenwäldchen wird erst musiziert und getanzt. Bei Regenwetter findet diese Feier im grossen Festsaal des Hotels statt, wo Tänze präsentiert werden, Kinder kommen mit Gedichten und Solobeiträgen zu Wort. Pfarrherren und Bürgermeister treten auf. Danach folgt das gemeinsame Mittagsmahl, bis im späteren Nachmittag alle wieder, an Körper und Seele gestärkt, nach Hause gehen.